Homeschooling PC für 200€

Homeschooling steht wieder an und für vieles benötigen die Kindern einen Rechner. Gut wenn man noch einen Laptop hat oder den PC jeden Tag für ein paar Stunden entbehren kann…oder mehrere, wenn man mehr als ein Kind hat. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sorgt ein weiterer PC für deutliche Entspannung in der Wohnung. Leider muss man für einen einfachen Laptop schon 500€ anlegen und bei PCs + Monitor + Tastatur + Maus sieht es auch nicht besser aus.

Deshalb hier ein Vorschlag, wie man günstig an einen ausreichend schnellen PC kommt, der zudem

  • keine Viren bekommen kann
  • für Homebanking geeignet ist
  • immer aktuell bleibt
  • kaum Strom braucht
  • auf dem keine Shooter-Spiele laufen, so dass sich entsprechende Diskussionen erübrigen

Bestellung

Für den Homeschooling PC benötigt man:

macht zusammen 208,39€. Ein Fernseher hat den Vorteil, dass er günstiger als ein Monitor ist und das Bild trotzdem gleich aussieht – die Technologie ist die gleiche und HDMI ist digital. Bei diesem ist der Fuß recht klein, aber man kann einfach einen Kasten drunterstellen, in dem die Kinder auch die Tastatur und andere Dinge aufbewahren können.

Der andere Vorteil ist, dass es eben ein Fernseher ist und die Kinder auch schulisches Fernsehen schauen können – wenn es denn mal angeboten wird.

 

Zusammenbau

Das Raspberry Pi 4 Kit muss man noch zusammenschrauben. Geht in wenigen Minuten und ohne besondere Vorkenntnisse:

Zuerst klebt man die Kühlkörper auf die zugehörigen Chips. Manche Leute sind der Meinung, dass sie überflüssig sind, aber sie schaden auf jeden Fall nicht. Der Lüfter kommt in den Deckel und wird mit den 4 spitzen Schrauben festgeschraubt. Auch hier scheiden sich die Geister. Ohne Lüfter ist der PC vollkommen lautlos. Am besten einfach montieren und später dann ggf. den Strom abklemmen.

Die Platine wird mit den stumpfen Schrauben ins Gehäuse geschraubt. Hierbei sollte die SD-Karte noch nicht drin stecken, sonst bekommt es nicht so gut hinein. Vom Lüfter kommt das rote Kabel in der unteren Reihe ganz links rein und das schwarze in der oberen Reihe auf den 3. Pin von links. Ist in der beiliegenden Anleitung sehr gut und anschaulich mit Bildern erklärt.

Danach den Deckel zuklappen und schon ist die Montage erledigt. An der Seite die SD-Karte einstecken und zwar mit den PINs zur Platine hin – man kann es nicht falsch einstecken. Das HDMI-Monitor-Kabel am Raspberry in die linke Micro-HDMI Buchse stecken, den kleinen USB-Stecker der Tastatur in einen der schwarzen USB 2.0 Buchen und das USB-C Netzteil in die Power-Buchse (damit kann man übrigens auch neuere Handies laden). Bei Maus & Tastatur die Laschen an den Batteriefächern rausziehen, damit sie Strom haben. Monitor mit Strom versorgen und dann es schon losgehen!

Auf der Fernbedienung die Taste „SOURCE“ drücken und HDMI auswählen:

Wenn alles richtig verkabelt ist, meldet der Fernseher den Raspberry:

Für die richtige Darstellung ist es wichtig, das Seitenverhältnis des Fernsehers auf „PointToPoint“ zu stellen. Hierzu an der Fernbedienung die „ASPECT“ Taste so lange drücken, bis dies oben links erscheint:

Sollte man nach der Installation schwarze Ränder sehen, kann man es jederzeit in der „Raspberry-Pi-Konfiguration über die Option „Übertastung“ anpassen (wird erst durch einen Neustart aktiv):

Beim Starten sieht man, dass der PC ganze 4 CPU-Kerne hat – also nicht gerade wenige.

Dem entsprechend schnell erscheint der Desktop:

Standardmäßig ist leider alles auf Englisch, was sich aber gleich ändert. Es ist hierfür erforderlich, dass der PC mit dem Internet verbunden ist. Entweder über ein LAN-Kabel oder WLAN.

Zuerst das Land, Sprache und Tastaturbelegung auswählen:

Danach wird die gewählte Sprache automatisch heruntergeladen und ebenso die Software aktualisiert:

Es wird einige Minuten dauern, bis alle Updates installiert sind. Nicht wundern, wenn sich dabei der Balken nicht bewegt – das ist normal, da sehr große Updates dabei sind. Man braucht aber auch nicht nebendran zu sitzen. Sobald alles fertig ist, sieht man diesen Schirm:

und man sollte den „Restart“ auswählen, damit man endlich alles in seiner Wunschsprache hat:

Nach dem Neustart oben links auf den Browser gehen und Homeschooling genießen:

Online Schule Saar auf Raspberry Pi 4

Extras

Desktop Hintergrund

Damit ist die Installation eigentlich schon abgeschlossen. Wem das Hintergrundbild nicht gefällt, kann es so ändern: Rechtsklick auf den Desktop und zu den Desktop Einstellungen:

Dort dann ein anderes Bild oder „No Image“ (die Übersetzung ist leider nicht überall vollständig) für einen einfarbigen Hintergrund:

Meiner ist orange.

Drucker

Es ist gut, wenn die Kinder direkt von ihrem PC aus drucken können. Hierzu muss man über das Menu „Add/Remove Software“ gehen und wählt dort „Cupsd“ aus (das Passwort ist standardmäßig „raspberry“, wenn man es bei der Installation nicht geändert hat)

Nach der Installation den Webbrowser öffnen (die Weltkugel oben links am Bildschirm) und auf die Adresse http://localhost:631/ gehen (Benutzername: „pi“, Passwort ist das Anmeldepasswort). Dort findet sich die Administrationsoberfläche des Drucksystems, mit dem man Drucker verwalten kann.

Bei mir hat er den Drucker aber automatisch erkannt, da ich einen Farblaserdrucker mit WLAN (234,78€) habe. Sehr praktisch, da man ihn einfach irgendwo in die Steckdose steckt und sofort auch mit dem Handy ausdrucken kann. Kombi-Geräte mag ich nicht, ich hab lieber dedizierte Geräte wie diesen USB-Scanner, der keinen separaten Strom braucht: damit kann ich auch mit meinem Laptop überall scannen. Ich schweife ab – so sieht die Testseite aus:

xscreensaver sperrt nicht richtig

Ich verwende seit ein paar Tagen XScreensaver unter Manjaro Linux. Wenn ich damit mein Laptop in den Schlafmodus versetze und wieder aufwecke, dann ist der Bildschirminhalt noch kurz zu sehen, bevor der Sperrbildschirm kommt. Dies ist natürlich nicht sonderlich schön, da so jeder einfach an mein Laptop gehen und den zuletzt dargestellten Inhalt sehen kann.

Der Grund hierfür ist eine Einstellung, die beim Sperren den Bildschirm sanft ausblendet. Wird das Laptop in den Schlafmodus gesetzt, so wird zuvor zwar die Bildschirmsperre aktiviert, diese wird mit dem Ausblenden aber nicht fertig, bevor der Schlafmodus erreicht wird. Dem entsprechend wird das Ausblenden nach dem Aufwachen weiter ausführt, aber während diese Zeit, bleibt der Bildschirminhalt weiter sichtbar.

Was kann man dagegen tun? Die einfachste Lösung ist das Deaktivieren des „Übergang beim Schwärzen“. Hierzu xscreensaver-demo starten und oben auf Komplex klicken. Dort dann unten rechts bei Übergang und Farbpalette den Haken bei Übergang beim Schwärzen entfernen:

xscreensaver Einstellungsdialog

Sobald man dies gemacht hat, wird der Bildschirm beim Sperren sofort schwarz und dem entsprechend ist nichts mehr sichtbar, wenn das Laptop aufgeweckt wird.

Runtastic mit Android Wear OS 1.0

Ich besitze noch die beiden ersten Uhren, die es mit Android Wear OS gab, eine Samsung Gear Live und eine LG G Watch. Seit Jahren verwende ich beim Laufen Runtastic, damit ich Puls, Geschwindigkeit und Strecke automatisch aufzeichnen kann. Mit den Uhren läuft es sich einfacher, da man den Puls einfach am Handgelenk ablesen kann, statt umständlich auf ein Handy zu schauen.

Leider unterstützt Runtastic mittlerweile nur noch Wear OS ab Version 2.0, was es für die Samsung Gear Live gar und für die LG G Watch immerhin bei XDA gibt. Eine Anfrage beim Runtastic Support ergab leider auch nur ein „kauf dir eine neue Uhr“. Aber zum Glück gibt es das Internet, in dem man alte Versionen von Android Apps finden kann. Wenn man nach Runtastic Running App Run Mileage Tracker_v8.11.2_apkpure.com.apk oder Runtastic PRO-v8.11.2_build_201812173.apk sucht, dann findet man die richtige alte Version. Hierbau auf jeden Fall die MD5-Prüfsumme vergleichen, damit man sich keinen Virus einfängt:

e752f2325264be4e965970e98e12b258 Runtastic-v8.11.2.apk
986e5012292bab985c5748a24ca8293c Runtastic PRO-v8.11.2.apk

Runtastic Update deaktivierenDamit die alte Versionauch dauerhaft bestehen bleibt, muss man in der Play Store App die automatischen Updates deaktiveren. Hierzu einfach auf die Runtastic App auswählen, dann oben rechts auf die drei Punkte tippen und den Haken bei „Autom. Update an“ entfernen.

Saarland-Uhr: Alexa spricht Saarländisch

Nachdem mein Alexa-Skill Ungenaue Uhr für die ein oder andere Erheiterung gesorgt hat, habe ich Alexa jetzt beigebracht, die Uhrzeit auf Saarländisch zu sagen. Hierzu einfach den Skill Saarland Uhr aktivieren oder gleich

„Alexa, öffne Saarland Uhr“

sagen und schon gibt es die Zeit auf Saarländisch. Und damit das nicht so langweilig ist, liefert sie noch gleich einen zur Uhrzeit passenden Spruch hinterher. Hier bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Sprüchen. Falls jemand einen guten hat, dann einfach mir schicken zusammen mit einem Vorschlag, zu welcher Uhrzeit und Wochentag er kommen soll. Und wenn jemand eine andere Mundart spricht, dann auch gerne melden. Eine „häsische“ oder bayrische Alexa wäre auch ganz nett.

Ungenaue Uhr

Sorgt die genaue Uhrzeit für Stress und Hektik? Mit der Ungenauen Uhr wird der Tag entschleunigt, indem die Uhrzeit in frei wählbaren Stufen ungenauer angegeben wird.

Einfach zu Alexa sagen:

     „Alexa, starte Ungenaue Uhr mit Stufe drei“

oder eine andere Stufe von 0 bis 10. Ich mag ja die vier ganz besonders. Wer noch Ideen für weitere Stufen hat, diese einfach hier oder beim Amazon Skill Ungenaue Uhr hinterlassen.

Hinweis: es wird immer die Uhrzeit in Deutschland verwendet, da ein Skill so ohne Weiteres den Standort nicht bestimmen darf.

25 Jahre Clipper mit viel Wind

Meine Eltern haben eine Druckerei, weshalb meine ersten größeren Programme für deren Verwaltung geschrieben wurden. Die ersten Versionen waren noch in dBase III geschrieben, aus dem dann sehr schnell Clipper „Sommer 87“ wurde. Damals bekam ich auch meine erste Lektion in dem, was man heute als „User Experience“ bezeichnet:

Wir hatten eine Sekretärin, für die mein Programm der erste Kontakt mit einem Computer war. Dementsprechend gering waren die Kenntnisse, wie der Kasten zu bedienen ist. Die üblichen Programme zu der Zeit waren mit Zahlen aufgebaut: „Geben Sie 57 für Zahlungseingang ein“. Das konnte sich schon damals niemand merken. Ich habe stattdessen eine Menu-Hierarchie verwendet und Buchstaben statt Zahlen. Man konnte sowohl die Buchstaben eintippen, als auch den Menupunkt aus einer Liste auswählen:

Dies erlaubte einen schnellen Einstieg in die Software für neue Nutzer als auch die schnelle Bedienung für erfahrene Anwender. Ein kleines Problem waren natürlich Kollisionen bei den Buchstaben. Aber mit etwas Kreativität konnte ich das auch lösen: es gab beispielsweise ein Auftrag – Wiederbeleben“, um aus einem alten Auftrag einen neuen zu erstellen…und das ist bei einer Druckerei eine recht häufig vorkommender Fall bei Briefbögen.

Fehlschläge gab es auch: der Versuch das ganze Projekt „komplett sauber neu zu implementieren“ ist grandios fehlgeschlagen. Martin Fowlers Refactoring lieferte ein paar Jahre später die Antwort auf das „Warum schlug es fehl?“. Glücklicherweise hielt sich die verlorene Zeit in Grenzen – da ging es anderen Firmen wie Lotus oder Novell schon deutlich schlechter.

Apropos Novell, die Software wurde später auch mehrplatzfähig und bis weit in die 2000er lief ein MARS NWE in der Druckerei. Martin, falls du das liest: ich war derjenige, der dir ein komplettes Novell Netware 3.x Paket mit Handbüchern und Disketten geschickt hat, damit du besser testen konntest. Vielen Dank für deine Arbeit, sie hat uns sehr geholfen!

Aus der Kundschaft der Druckerei kamen auch die ersten anderen Firmen, die eine Verwaltung von mir geschrieben bekamen. Insgesamt waren es knapp 10 Programme, die teilweise ganz eigene Anforderungen hatten. Aber das meiste war identisch, so dass ich schon früh eine Modularisierung des Codes eingeführt hatte.

Von diesen Kunden ist heute nur noch einer übrig, der die Software seit nunmehr 25 Jahren verwendet: das Wind Saarbrücken, ein Ladengeschäft für Sportmoden, Snow- und Skateboards, Bademode und vieles mehr. Hier gab es auch die erste Standortvernetzung. Damals noch mit ISDN und einer selbst gedengelten Datenbanktechnologie, die man heute als Eventual Consistency bezeichnen würde. Das ganze lief übrigens unter OS/2, was als erstes (erschwingliches) PC-Betriebssystem echtes Multitasking erlaubte. Ein paar Jahre später wurde es durch Linux ersetzt, was heute noch verwendet wird. Hier kam der Dosemu und auch Dosbox zum Einsatz.

Die Ladenkasse wurde durch ein selbstgelötetes Kabel und etwas Assemblercode (!) geöffnet. Eine etwas hemdsärmelige Lösung, aber lief viele Jahre problemlos, bis sie durch einen Bon-Drucker mit einem extra Kassen-Ausgang ersetzt wurde. Der Bon-Drucker war auch ein lustiger Spaß: da es unter DOS keine Drucker-Treiber gibt, musste ich das Logo von Hand (ok mit einem kleinen selbstgeschriebenen Programm) in das richtiger Format umwandeln. Das DOS-Programm liest es beim Rechnungsdruck aus einer Datei und schickt es einfach zum Drucker – funktioniert auch seit Jahren sehr gut.

Die letzte Neuerung ist die Umstellung auf Harbour, um die Software nativ laufen zu lassen. Dies hatte nicht nur den Vorteil, dass man wieder einen Compiler aus diesem Jahrtausend verwendet, sondern dass das Programm beim Warten auf eine Eingabe nicht in einer Endlosschleife läuft. Dies macht sich beim Lüftergeräusch und beim Stromverbrauch positiv bemerkbar.

Ob sich die Software noch weitere 25 Jahre hält kann niemand sagen. Aber sie hat dem Wind treue Dienste geleistet und wird mittlerweile von der dritten Geschäftsleitung genutzt. Ich wünsche alles Gute für die Zukunft!

 

Sauberer Anschiss von Alexa

Falls mal wieder nichts so läuft wie es soll, hab ich hierfür den passenden Alexa-Skill gebaut: Wenn man

„Alexa, starte Rundmachen“

sagt, dann lässt Alexa eine Standpauke vom Stapel.

Der Skill läuft als in JavaScript geschriebene AWS-Lambda-Funktion auf Node.JS 6.10. Ich hatte es zuerst in Java entwickelt, aber zum einen muss man immer 7 MB mit Bibliotheken hochladen und dann benötigt Lamda bis zu 12 Sekunden, um die JVM zu starten. Keine Ahnung was Amazon da macht, aber bei Googles AppEngine geht das mal deutlich flotter.

Reichweitenrechner für Tesla Semi Truck

Hat dir die Vorstellung des Tesla Sattelschleppers gefallen? Mir schon und deshalb hab ihn sie zu meiner Reichweiten-Rechner App hinzugefügt. Die Reichweite ist beeindruckend, aber man muss vorsichtig mit dem Gasfuß sein, da das Physikmodell mit dem maximalen Gewicht von 40 Tonnen rechnet.

App gegen die Reichweitenangst

Ich habe eine neue App entwickelt, die gegen die Reichweitenangst bei Elektroautos hilft: wenn du vorhast ein Elektroauto zu kaufen, dann installiere einfach den Reichweitenrechner und fahre mit deinem normalen Auto. Die App zeigt dir, wie sich ein Elektroauto verhalten würde, insbesondere im Bezug auf die Batterie. Dies zeigt dir schnell, welches Elektroauto am besten zu dir passt. Ich hab mir die App eigentlich aus Eigennutz gebaut, da ich mir eines zulegen will und von der Presse verunsichert war, wie weit die Dinger kommen.

Hat jemand ein Elektroauto und Zeit und Lust Verbrennerfahrer von der Alltagstauglichkeit zu überzeugen? Ich hab sehr viel Zeit in das physikalische Modell gesteckt, damit die Ergebnisse so genau wie möglich sind und kalibriere dies auch mit echten Fahrzeugen auf echten Straßen. Leider hab ich aktuell nur Zugriff auf einen Model S 75 und einen 30 kW Leaf…die Dinger sind in der Miete schon teuer…

Wer kann mich bei den anderen Fahrzeugen mit Echtdaten unterstützen?

Man muss hierzu lediglich normal mit dem EV fahren und danach notieren, wie viel kWh die Fahrt verbraucht hat. Wer unterstützen mag, einfach kurze Nachricht an mich, dann gibt es eine Spezialversion der App, die Daten aufzeichnet, damit ich das Modell drauf loslassen kann (die normale Version zeichnet natürlich nix auf, da mir der Datenschutz wichtig ist).